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WAI-ARIA

WAI-ARIA ist eine technische W3C-Spezifikation, die HTML um Zusatzinformationen für assistive Technologien ergänzt. Über Rollen, Zustände und Eigenschaften macht sie dynamische Bedienelemente wie Menüs, Tabs oder Dialoge für Screenreader verständlich. Aktuell gilt WAI-ARIA 1.2 als W3C-Empfehlung.

WAI-ARIA (Accessible Rich Internet Applications) ist eine technische Spezifikation des W3C. Sie ergänzt HTML um Informationen, die assistive Technologien wie Screenreader auswerten können. WAI-ARIA hilft besonders bei dynamischen, mit JavaScript gebauten Bedienelementen, die in reinem HTML keine eindeutige Bedeutung haben.

Was ARIA leistet

ARIA arbeitet mit drei Bausteinen:

  • Rollen (roles): Sie sagen, was ein Element ist, etwa ein Reiter, ein Dialog oder eine Live-Region.
  • Eigenschaften (properties): Zusatzinfos wie ein aria-label, das einen Accessible Name liefert.
  • Zustände (states): veränderliche Werte wie aufgeklappt oder ausgewählt.

Die wichtigste Regel

Die erste ARIA-Regel lautet: Nutze ARIA nur, wenn natives semantisches HTML nicht ausreicht. Ein echtes button-Element ist immer besser als ein div mit ARIA. Falsch eingesetztes ARIA verschlechtert die Barrierefreiheit oft, statt sie zu verbessern.

WAI-ARIA ist kein eigenes Gesetz, aber die WCAG setzen für robuste, mit Hilfsmitteln bedienbare Inhalte häufig korrektes ARIA voraus. Über die EN 301 549 wird das damit auch für die Pflicht aus EAA und BaFG relevant. Die aktuelle Fassung WAI-ARIA 1.2 ist seit Juni 2023 W3C-Empfehlung.

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