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KI-Sichtbarkeitsbericht 2026: Warum 77 Prozent der Google-Top-10-Betriebe für ChatGPT unsichtbar bleiben

Veröffentlicht: 22. September 2026
Wer sucht heute noch einen Heizungsbauer, eine Steuerberatung oder eine Physiotherapie-Praxis über zehn blaue Links? Immer öfter läuft die Suche stattdessen über ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Und genau da zeigt sich eine Lücke, die viele KMU noch gar nicht auf dem Schirm haben: Platz 1 bei Google heißt längst nicht mehr, dass eine KI dich…
Titelbild: KI-Sichtbarkeitsbericht 2026 – 77 Prozent der Google-Top-10-Betriebe sind für ChatGPT und Co. unsichtbar

Wer sucht heute noch einen Heizungsbauer, eine Steuerberatung oder eine Physiotherapie-Praxis über zehn blaue Links? Immer öfter läuft die Suche stattdessen über ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Und genau da zeigt sich eine Lücke, die viele KMU noch gar nicht auf dem Schirm haben: Platz 1 bei Google heißt längst nicht mehr, dass eine KI dich auch empfiehlt.

Was der neue KI-Sichtbarkeitsbericht zeigt

Der Anbieter hinter Gelbe Seiten, Das Örtliche und Das Telefonbuch hat für seinen KI-Sichtbarkeitsbericht 2026 rund 10.000 Suchanfragen über zehn Branchen ausgewertet [pdm solutions, 09.09.2026]. Das Ergebnis ist deutlich: 76,9 Prozent der Unternehmen, die bei Google in den Top 10 stehen, tauchen in den Antworten von KI-Assistenten überhaupt nicht auf. Gleichzeitig nennen die Sprachmodelle im Schnitt nur knapp fünf Betriebe pro Anfrage – von den langen Trefferlisten, die man von Google kennt, keine Spur.

Noch interessanter ist die zweite Zahl: Fast 59 Prozent der Unternehmen, die eine KI tatsächlich empfiehlt, stammen gar nicht aus den Google-Top-10. Die KI holt sich ihre Informationen bevorzugt aus Verzeichnissen, Fachplattformen und strukturierten Unternehmensdaten – nicht aus der klassischen Rangliste.

Zur Einordnung, weil mir das wichtig ist: Die Studie stammt von einem Verzeichnisanbieter, der anschließend auch gleich einen kostenlosen Sichtbarkeits-Check und einen eigenen Verzeichniseintrag verkauft. Die genauen Prozentzahlen würde ich also nicht als in Stein gemeißelt behandeln. Das grundsätzliche Muster deckt sich aber mit dem, was ich in anderen, unabhängigeren Untersuchungen schon gesehen habe – etwa dazu, wie stark Schema Markup die KI-Sichtbarkeit beeinflusst oder warum KI-Overviews andere Seiten zitieren als Google auf Platz 1 zeigt.

Warum Ranking und KI-Sichtbarkeit zwei verschiedene Dinge sind

Google zeigt dir eine Liste und lässt dich selbst entscheiden. Ein KI-Assistent trifft die Vorauswahl schon für dich – und muss sich dabei aus Zeit- und Vertrauensgründen auf wenige, klar belegbare Quellen beschränken. Schonmal daran gedacht, dass eine Website ohne saubere, maschinenlesbare Basisdaten für so ein System praktisch unsichtbar ist, egal wie gut sie aussieht oder wie hoch sie rankt?

KI-Systeme bevorzugen Quellen, die sich leicht verifizieren lassen: konsistente Firmendaten (Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen) über mehrere Plattformen hinweg, strukturierte Daten im Quellcode und Einträge in etablierten Verzeichnissen. Eine schöne Website allein reicht nicht, wenn diese Informationen nirgends strukturiert hinterlegt sind.

Was ich in eigenen Projekten sehe

Ich baue bei WordPress-Projekten inzwischen standardmäßig strukturierte Daten (Schema.org) für Unternehmen, Öffnungszeiten und Leistungen ein – nicht weil es ein Trend ist, sondern weil es genau die Basis liefert, die KI-Systeme laut eigener Aussage bevorzugt auswerten. Bei kleineren Betrieben sehe ich dagegen oft: keine einheitlichen Adressangaben zwischen Website, Google-Profil und Branchenverzeichnissen, keine Auszeichnung der Öffnungszeiten im Code, und Leistungen, die nur in Bildern oder PDFs stehen statt im Text. Für Menschen kein Problem, für eine KI so gut wie unsichtbar.

Was du konkret tun kannst

1. Firmendaten überall gleich halten

Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten sollten auf deiner Website, im Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen exakt übereinstimmen. Widersprüche sind für KI-Systeme ein Signal, eine Quelle lieber nicht zu verwenden.

2. Strukturierte Daten einbauen

Schema.org-Markup für Organisation, lokales Unternehmen, Öffnungszeiten und Leistungen macht deine Seite für KI-Crawler direkt maschinenlesbar. Wie das konkret funktioniert und was die Studienlage dazu wirklich hergibt, habe ich in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

3. Präsenz in Verzeichnissen nicht unterschätzen

Ein gepflegter Grundeintrag in etablierten Verzeichnissen kostet wenig Aufwand und wird laut Bericht überproportional oft als Quelle herangezogen – gerade wenn die eigene Website noch keine starke Domain-Autorität hat.

4. Leistungen als Text, nicht nur als Bild

Was nur in einer Grafik oder einem PDF steht, kann eine KI in der Regel nicht auslesen. Leistungen, Preise und FAQs gehören als echter Text auf die Seite.

FAQ

Muss ich jetzt bei Gelbe Seiten einen Eintrag anlegen?

Nicht zwingend, aber ein aktueller, konsistenter Eintrag in ein bis zwei etablierten Verzeichnissen schadet nicht und ist schnell erledigt. Wichtiger als die Wahl des Verzeichnisses ist, dass die Daten überall gleich sind.

Ersetzt KI-Sichtbarkeit jetzt klassisches SEO?

Nein. Google bleibt für die meisten Branchen weiterhin die größte Trafficquelle. KI-Sichtbarkeit ist ein zusätzlicher Kanal, der auf denselben Grundlagen aufbaut: saubere Struktur, klare Inhalte, technische Sauberkeit.

Gilt das auch für Unternehmen in Österreich und der Schweiz?

Ja. Der Bericht selbst bezieht sich auf den deutschen Markt, aber das Prinzip – KI-Systeme bevorzugen strukturierte, konsistente Datenquellen gegenüber reinem Google-Ranking – ist plattformseitig bedingt und gilt unabhängig vom Land.

Wenn du unsicher bist, wie es um die KI-Sichtbarkeit deines Unternehmens steht oder wie sich strukturierte Daten sauber in deine WordPress-Seite einbauen lassen, schau gerne bei meinem Angebot rund um KI & Digitalisierung vorbei oder melde dich einfach bei mir. Ich schaue mir das gerne gemeinsam mit dir an.

Quellen

KI-Transparenz: Die Beitragsbilder in diesem Blog werden mit KI generiert, die Texte entstehen in der Regel mit KI-Unterstützung. Jeder Beitrag wird von mir redaktionell geprüft und inhaltlich verantwortet. So arbeite ich mit KI

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Geschrieben von Christoph Purin

Webentwickler und zertifizierter Web Accessibility Expert aus Vorarlberg. WordPress seit 2005. Jeder Beitrag basiert auf echten Projekten — alles selbst getestet.
Mehr über mich →So arbeite ich mit KI →

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