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EU-Gewährleistungslabel: Ab 27. September 2026 Pflicht für deinen Online-Shop

Veröffentlicht: 28. August 2026
Ab 27. September 2026 muss jede Produktseite in deinem Online-Shop ein standardisiertes EU-Gewährleistungslabel zeigen. Was gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz — und was du jetzt tun musst.
EU-Gewährleistungslabel: Pflicht ab 27. September 2026 für Online-Shops

Ab dem 27. September 2026 muss jede Produktseite in deinem Online-Shop ein standardisiertes EU-Gewährleistungslabel zeigen — und zwar bevor die Kundschaft auf „Kaufen“ klickt. Keine Bagatellgrenze, keine Ausnahme für kleine Shops. Wer verkauft, ist betroffen.

Ich habe mir die Verordnung angeschaut, weil bei mir aktuell mehrere WooCommerce-Kunden mit E-Rechnung und Produktsicherheitsverordnung beschäftigt sind — und dieses Label kommt jetzt noch obendrauf. Zeit, das sauber aufzudröseln.

Was genau ist das Gewährleistungslabel?

Grundlage ist die EU-Durchführungsverordnung (EU) 2025/1960, seit Oktober 2025 im Amtsblatt und ab 27. September 2026 unmittelbar anwendbar — ohne nationales Umsetzungsgesetz, direkt gültig in allen EU-Mitgliedstaaten [IHK Schwaben]. Das Label informiert in standardisierter Form über die gesetzliche Gewährleistung (in Deutschland und Österreich zwei Jahre). Wer zusätzlich mit einer Herstellergarantie von mindestens zwei Jahren wirbt, muss zusätzlich das sogenannte „GARAN“-Label einsetzen [easyRechtssicher].

Pflicht ist das Label auf der Produktseite, an der Stelle, an der die Vertragserklärung abgegeben wird — beim WooCommerce-Shop also auf jeder einzelnen Produktdetailseite, nicht nur irgendwo in den AGB verlinkt.

Wen betrifft das?

Jeden Online-Shop, der Waren an Verbraucher (B2C) verkauft. Es gibt laut aktueller Quellenlage keine Schwellenwerte und keine Ausnahmen für kleine Shops — anders als etwa beim Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, wo Kleinstunternehmen unter bestimmten Bedingungen rausfallen [IHK Schwaben]. Reine B2B-Shops sind nicht betroffen, Mischshops mit Verbraucherverkauf schon.

Deutschland und Österreich: direkt betroffen

Als EU-Durchführungsverordnung gilt sie unmittelbar in Deutschland und Österreich — ein nationales Gesetz braucht es dafür nicht, das ist der Unterschied zu Richtlinien wie der Barrierefreiheitsrichtlinie, die erst in BFSG bzw. BaFG umgesetzt werden musste. Die Verordnung greift ab 27. September 2026 in beiden Ländern gleich.

Schweiz: nicht automatisch, aber oft trotzdem relevant

Die Schweiz ist weder EU- noch EWR-Mitglied, die Verordnung gilt dort nicht automatisch. Wer als Schweizer Shop aber aktiv an Kundschaft in der EU verkauft — also gezielt auf den deutschen oder österreichischen Markt ausrichtet, in Euro abrechnet oder dorthin liefert — fällt trotzdem unter die Regelung, weil sie an den Verkauf an EU-Verbraucher anknüpft, nicht an den Sitz des Händlers. Rein national tätige Schweizer Shops ohne EU-Verkäufe sind nicht betroffen.

Was du jetzt konkret tun musst

  1. Prüfen, ob du B2C verkaufst. Reine B2B-Shops sind außen vor.
  2. Label-Text und Platzierung festlegen. Die Verordnung schreibt Inhalt und Format des Labels vor — das ist kein freier Text, den du dir selbst ausdenkst.
  3. GARAN-Label prüfen, falls du mit einer Herstellergarantie ab zwei Jahren wirbst.
  4. Ins WooCommerce-Template einbauen, auf jeder Produktseite, vor dem Kaufabschluss sichtbar.
  5. Rechtzeitig testen, nicht erst am 26. September. Bei mehreren hundert Produkten ist das kein Fünf-Minuten-Job.

Wer die Frist verpasst, riskiert eine Abmahnung — Wettbewerber und Verbraucherschutzverbände dürften hier genau hinschauen, weil es (anders als bei manchen Barrierefreiheitsthemen) eine glasklare, leicht überprüfbare Pflicht ist: Label da oder nicht da [easyRechtssicher].

Häufige Fragen

Gilt das auch für Marktplätze wie Amazon oder Etsy?

Die Pflicht richtet sich an die Stelle, an der die Vertragserklärung abgegeben wird. Bei eigenem Shop bist du selbst in der Pflicht, bei Verkauf über Marktplätze kommt es auf die genaue Ausgestaltung der Verkaufsseite an — das im Zweifel rechtlich prüfen lassen.

Reicht ein Hinweis in den AGB?

Nein. Das Label muss auf der Produktseite selbst erscheinen, nicht nur verlinkt oder in den AGB versteckt.

Was, wenn ich nur wenige Produkte verkaufe?

Es gibt keine Bagatellgrenze. Auch kleine Shops mit wenigen Artikeln müssen das Label zeigen.

Ich weiß, das ist mittlerweile die dritte oder vierte neue Pflicht für WooCommerce-Shops in diesem Jahr — nach Produktsicherheitsverordnung, E-Rechnung und Verpackungsverordnung kommt jetzt das Gewährleistungslabel dazu. Wenn du gerade den Überblick verlierst, was bei deinem Shop bis wann erledigt sein muss: bei der WordPress-Wartung behalte ich das für meine Kunden im Blick, und wenn es um die technische Umsetzung im Shop geht, schau ich mir das gerne mit dir gemeinsam an. Schreib mir einfach, dann sehen wir uns deinen Shop an.

Quellen

KI-Transparenz: Die Beitragsbilder in diesem Blog werden mit KI generiert, die Texte entstehen in der Regel mit KI-Unterstützung. Jeder Beitrag wird von mir redaktionell geprüft und inhaltlich verantwortet. So arbeite ich mit KI

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Geschrieben von Christoph Purin

Webentwickler & CPWA-zertifizierter Accessibility-Experte aus Vorarlberg. WordPress seit 2005. Jeder Beitrag basiert auf echten Projekten — alles selbst getestet.
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