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Neue Studie: 76 Prozent der heimischen KMU kommen in ChatGPT, Perplexity & Google-KI gar nicht vor

Veröffentlicht: 5. Oktober 2026
Eine neue Wiener Studie zeigt: 76 Prozent von 300 untersuchten heimischen KMU tauchen in keiner einzigen relevanten ChatGPT-, Perplexity- oder Google-KI-Antwort auf.
Studie: 76 Prozent der heimischen KMU kommen in ChatGPT, Perplexity und Google-KI nicht vor

Wie oft nennt ChatGPT eigentlich deinen Betrieb, wenn jemand nach einem Anbieter in deiner Branche sucht? Eine neue Studie aus Wien hat genau das für 300 heimische KMU getestet – mit einem Ergebnis, das ich so in dieser Deutlichkeit noch nicht gesehen habe: 76 Prozent der untersuchten Betriebe tauchen in keiner einzigen relevanten KI-Antwort auf. Nicht selten, sondern gar nicht.

Was die Studie gemessen hat

Das Wiener KI-Unternehmen xchannels.ai hat sich 300 inhaber- oder familiengeführte österreichische Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitenden angesehen, verteilt über zehn Branchen von Bau über Handel bis Tourismus [xchannels.ai]. Je Branche wurden zehn realistische Anbieter-Suchfragen formuliert – also Fragen, die ein Kunde tatsächlich stellen würde, nicht künstlich auf den eigenen Betrieb zugeschnitten. Diese 100 Fragen liefen an drei verschiedenen Tagen gegen ChatGPT mit Websuche, Google AI Overviews und Perplexity. Von 900 Anfragen blieben 844 auswertbare Antworten übrig.

Das Ergebnis in Zahlen: 76 Prozent der Betriebe kommen in keiner Antwort vor, 14 Prozent nur in weniger als 5 Prozent der Antworten. Zusammen sind das 90 Prozent, die für ihre eigene Zielgruppe in der KI-Suche praktisch nicht existieren. Nur 3 Prozent erreichten eine Sichtbarkeit von rund 50 Prozent, weitere 7 Prozent lagen zwischen 5 und 50 Prozent [xchannels.ai].

Zur Einordnung, weil ich das selbst immer mitdenke, wenn mir eine Studie auf den Tisch kommt: xchannels.ai verkauft KI-Sichtbarkeits-Beratung, hat also ein eigenes Interesse an genau diesem Thema. Die Methodik (echte Prompts, drei unabhängige Tage, drei verschiedene KI-Systeme) ist trotzdem deutlich handfester als viele der generischen „90 Prozent unsichtbar“-Studien, die seit diesem Jahr kursieren – unter anderem, weil hier wirklich getestet und nicht nur eine Verzeichnis-Präsenz hochgerechnet wurde. Über eine ganz andere, auf Verzeichnis-Logik aufbauende Studie habe ich bereits hier geschrieben – beide Studien kommen auf ein ähnliches Bild, aber mit unterschiedlichem Ansatz.

Warum das passiert

KI-Systeme antworten nicht aus dem Nichts. Sie stützen sich auf Inhalte, die irgendwo im Netz tatsächlich stehen – auf der eigenen Website, in Verzeichnissen, in Bewertungen, in Fachartikeln. Eine große, ergänzende Auswertung von Semrush (126 Millionen Prompts über vier KI-Systeme) zeigt, dass ChatGPT im Schnitt 15 Quellen pro Antwort zitiert, Gemini dagegen nur etwa 3 [Semrush]. Wer in keiner dieser Quellen vorkommt, wird schlicht nicht erwähnt – unabhängig davon, wie gut das eigene Angebot tatsächlich ist.

Bei den von mir betreuten KMU-Websites sehe ich fast immer dasselbe Muster: Die Startseite beschreibt den Betrieb allgemein („seit 1998 Ihr Partner für…“), aber es fehlen die konkreten, in echten Suchfragen vorkommenden Formulierungen. Eine KI kann schwer auf eine Frage wie „Wer baut in Vorarlberg Lagerhallen für kleine Betriebe?“ verweisen, wenn auf der Website nirgends „Lagerhalle“, „Vorarlberg“ und die konkrete Betriebsgröße in einem Kontext zusammenstehen.

Was du konkret tun kannst

Die Studie selbst nennt fünf Empfehlungen, die sich mit dem decken, was ich seit Monaten bei Kunden umsetze [xchannels.ai]:

  • Regelmäßig Inhalte veröffentlichen, die auf echte Kundenfragen antworten – nicht nur Leistungsbeschreibungen, sondern FAQ-Abschnitte und Praxisbeispiele.
  • Über mehrere Kanäle präsent sein: eigene Website, Branchenverzeichnisse, Google Business Profile, relevante Fachportale.
  • Einen kontinuierlichen Redaktionsprozess etablieren, statt die Website einmal zu bauen und dann liegen zu lassen.
  • Fachwissen konkret zeigen, mit Zahlen, Beispielen und nachvollziehbaren Details statt Marketing-Floskeln.
  • Die technische Zugänglichkeit der Website prüfen – wenn eine KI die Seite nicht lesen oder crawlen kann, hilft auch der beste Inhalt nichts.

Für die Website-technische Seite (Schema Markup, saubere Struktur, klare Überschriften) habe ich hier im Blog schon mehrfach geschrieben, unter anderem in diesem Grundlagenartikel zu GEO für KMU.

FAQ

Ist diese Studie repräsentativ für ganz Österreich?

Sie deckt zehn Branchen mit je 30 Betrieben ab, insgesamt 300 – eine solide Stichprobe, aber keine amtliche Vollerhebung. Die Tendenz (die meisten KMU sind kaum sichtbar) deckt sich allerdings mit mehreren unabhängigen Studien aus diesem Jahr.

Betrifft das nur Österreich, oder gilt das auch für Deutschland und die Schweiz?

Die Studie selbst hat nur österreichische Betriebe untersucht. Das zugrunde liegende Muster – KI-Systeme zitieren bevorzugt Seiten mit klaren, konkreten Inhalten – ist aber nicht länderspezifisch und gilt für KMU in Deutschland und der Schweiz genauso.

Reicht es, einmal die Website zu überarbeiten?

Nein. Sowohl die xchannels.ai-Studie als auch die Semrush-Auswertung betonen, dass Sichtbarkeit in KI-Antworten einen laufenden Prozess braucht, keine einmalige Aktion.

Falls du einfach wissen willst, wie sichtbar dein eigener Betrieb aktuell in ChatGPT, Perplexity und den Google-KI-Antworten ist, teste ich das gern unverbindlich für dich und zeige dir, wo die größten Lücken liegen. Schreib mir einfach, oder schau dir an, was ich im Bereich KI & Digitalisierung anbiete.

Quellen

KI-Transparenz: Die Beitragsbilder in diesem Blog werden mit KI generiert, die Texte entstehen in der Regel mit KI-Unterstützung. Jeder Beitrag wird von mir redaktionell geprüft und inhaltlich verantwortet. So arbeite ich mit KI

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Geschrieben von Christoph Purin

Webentwickler und zertifizierter Web Accessibility Expert aus Vorarlberg. WordPress seit 2005. Jeder Beitrag basiert auf echten Projekten — alles selbst getestet.
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