Tastaturbedienbarkeit heißt: Jede Funktion deiner Website lässt sich allein mit der Tastatur nutzen, ohne Maus. Mit Tab bewegst du dich von Element zu Element, mit Enter und Leertaste löst du sie aus, mit Pfeiltasten bedienst du Menüs oder Schieberegler. Das ist Pflicht und im WCAG-Erfolgskriterium 2.1.1 (Tastatur) verankert. Viele Menschen sind darauf angewiesen: blinde Nutzer mit Screenreader, Menschen mit Tremor oder Lähmungen, dazu Power-User.
Was dazugehört
- Erreichbarkeit: Jedes interaktive Element bekommt mit Tab den Fokus.
- Bedienbarkeit: Es lässt sich per Tastatur auslösen, nicht nur anvisieren.
- Sichtbarkeit: Ein klarer Fokus-Indikator zeigt die aktuelle Position.
- Keine Falle: Aus jedem Element kommst du auch wieder heraus (keine Keyboard-Trap, SC 2.1.2).
Häufiger Fehler
Der typische Fehler entsteht durch nicht-semantische Bedienelemente. Ein klickbares <div> bekommt keinen Tastatur-Fokus und reagiert nicht auf Enter. Die Lösung ist fast immer dieselbe: ein echtes <button> oder <a href> statt gebastelter Konstrukte – also sauberes semantisches HTML.
Berüchtigt sind selbstgebaute Slider, Dropdowns und Modals in WordPress-Page-Buildern, die nur auf Mausereignisse hören. So testest du: Lege die Maus weg und versuche, die ganze Seite nur mit Tab, Enter und den Pfeiltasten zu bedienen. Kommst du überall hin und wieder zurück? Bleibt der Fokus nirgends hängen? Achte dabei auch auf eine logische Tab-Reihenfolge. Mehr im Ratgeber WordPress barrierefrei machen.