Einfache Sprache ist eine gut verständliche Variante des Deutschen. Sie verzichtet auf komplizierte Schachtelsätze, Fachbegriffe und überflüssige Fremdwörter, folgt aber keinem so strengen Regelwerk wie die Leichte Sprache. Das macht sie flexibler und für viele Texte alltagstauglich.
Merkmale der Einfachen Sprache
- Kurze bis mittellange Sätze
- Bekannte, alltägliche Wörter
- Klare Gliederung mit Zwischenüberschriften
- Fachbegriffe werden erklärt, wenn sie nötig sind
- Aktive, direkte Formulierungen
Einfache Sprache orientiert sich oft an einem Sprachniveau, das die meisten Erwachsenen ohne Mühe lesen können. Sie ist damit ein guter Standard für Webtexte, Anleitungen und Formulare.
Unterschied zur Leichten Sprache
Leichte Sprache folgt festen Regeln und ist stärker vereinfacht. Sie richtet sich vor allem an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Einfache Sprache ist freier und spricht ein breiteres Publikum an – etwa Menschen mit geringer Lesekompetenz, Nicht-Muttersprachler oder Leser unter Zeitdruck.
Warum das für Unternehmen zählt
Verständliche Texte werden häufiger gelesen und besser verstanden. Das senkt Rückfragen und erhöht Abschlüsse. Einfache Sprache stärkt die kognitive Barrierefreiheit und unterstützt die digitale Teilhabe. Sie ist ein praktischer Baustein jeder barrierefreien Website.
So gelingt Einfache Sprache im Web
Du musst dafür keine Texte verarmen lassen. Es reicht oft, lange Sätze zu teilen, Passivkonstruktionen aufzulösen und Fachbegriffe durch alltägliche Wörter zu ersetzen. Schreib so, wie du es jemandem mündlich erklären würdest.
Hilfreich sind kurze Absätze, Listen und aussagekräftige Zwischenüberschriften. Sie geben dem Leser Orientierung und passen gut zu einer klaren Überschriftenstruktur. Einfache Sprache ist damit kein Stilverlust, sondern ein Gewinn für alle Leser – auch für Fachpublikum, das schnell zur Sache kommen möchte und keine Lust auf verschachtelte Behördensprache hat.