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Neue Studie: Diese Quellen zitieren ChatGPT & Co. – und was das für dein KMU bedeutet

Veröffentlicht: 27. Juli 2026
Woher weiß ChatGPT eigentlich, welchen Handwerksbetrieb oder welche Steuerberaterin es dir empfiehlt, wenn du danach fragst? Eine neue Studie liefert dazu jetzt erstmals belastbare Zahlen. Das Software-Unternehmen blinq hat 250.000 Antworten von ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity ausgewertet – und zeigt, welche Quellen die KI-Systeme tatsächlich zitieren [blinq, LLM-Quellen-Studie 2026]. Ich habe mir die…
Illustration zur LLM-Quellen-Studie 2026: Welche Quellen ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity zitieren

Woher weiß ChatGPT eigentlich, welchen Handwerksbetrieb oder welche Steuerberaterin es dir empfiehlt, wenn du danach fragst? Eine neue Studie liefert dazu jetzt erstmals belastbare Zahlen. Das Software-Unternehmen blinq hat 250.000 Antworten von ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity ausgewertet – und zeigt, welche Quellen die KI-Systeme tatsächlich zitieren [blinq, LLM-Quellen-Studie 2026].

Ich habe mir die Studie genauer angeschaut, weil sie für alle relevant ist, die sich fragen, ob sich der Aufwand für GEO (Generative Engine Optimization) überhaupt lohnt. Die kurze Antwort: ja. Die etwas längere Antwort steckt in den Details.

Was die Studie zeigt

Zwischen Jänner und Juni 2026 hat blinq täglich rund 2.000 festgelegte Prompts an die drei großen KI-Systeme geschickt und ausgewertet, welche Quellen in den Antworten auftauchen [blinq]. Das Ergebnis ist eindeutig: 66,2 % aller zitierten Quellen stammen von Unternehmensseiten – also Firmenblogs, offiziellen Websites und Landingpages [blinq]. Die eigene Website bleibt damit die wichtigste Datenbasis für KI-Antworten, ganz unabhängig davon, wie oft von „der Suchmaschine der Zukunft“ die Rede ist.

Interessant wird es aber bei den restlichen rund 34 %. Hier dominieren nutzergenerierte Inhalte: YouTube (15,18 %) und Reddit (14,55 %) liegen mit deutlichem Abstand vorn, gefolgt von Wikipedia (9,05 %) und LinkedIn (7,12 %) [blinq]. Erst danach kommen klassische Presseseiten wie Welt, Handelsblatt oder Chip.

ChatGPT und Google AI Overviews ticken unterschiedlich

Schonmal daran gedacht, dass nicht jedes KI-System gleich „denkt“? Die Studie schlüsselt das erstmals einzeln auf. ChatGPT stützt sich stärker auf Referenz- und Fachquellen wie Reddit, Wikipedia, Welt und LinkedIn. Google AI Overviews dagegen zitiert deutlich häufiger aus dem eigenen Netzwerk: YouTube liegt hier auf Platz eins, bei ChatGPT taucht die Plattform in den Top-Quellen gar nicht auf [blinq]. Wer also nur für eine KI optimiert, übersieht womöglich die halbe Zielgruppe.

Auffällig fand ich auch die Entwicklung über die Zeit: In einer früheren Analyse von blinq aus dem Februar 2026 spielte LinkedIn unter den Top-Quellen noch keine Rolle. Heute gehört die Plattform bei allen drei Systemen zu den meistzitierten Quellen [blinq]. Die Zitierweise der KI-Systeme ist also alles andere als in Stein gemeißelt.

Was das für dein Unternehmen bedeutet

Für KMU in Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt das vor allem eines: Die eigene Website und der Blog bleiben die Basis, aber sie reichen allein nicht mehr. Ich habe bereits geschrieben, warum GEO für KMU mehr ist als ein Buzzword und wie sich WordPress-Inhalte für KI-Systeme optimieren lassen. Die neue Studie bestätigt diesen Weg mit Zahlen, ergänzt ihn aber um einen Punkt, der oft übersehen wird: Bewertungsplattformen und Communitys.

Konkret bedeutet das für die Praxis:

  • Website und Blog aktuell halten. Klare, gut strukturierte Inhalte mit eindeutigen Aussagen werden von LLMs bevorzugt zitiert – „ultimative Wahrheit“ nennt es die Studie, ich würde es einfach saubere Struktur nennen.
  • Bewertungen ernst nehmen. Im B2C-Bereich prägen Portale wie Check24 oder Idealo, im B2B-Bereich Kununu und G2 die Sichtbarkeit in KI-Antworten [blinq]. Wer als Arbeitgeber oder Dienstleister dort keine oder veraltete Einträge hat, bleibt für die KI unsichtbar.
  • Wikipedia- und Wikidata-Einträge prüfen. Offene, maschinenlesbare Wissensdatenbanken werden von LLMs besonders häufig als vertrauenswürdige Quelle herangezogen.
  • Nicht nur für Google denken. Wer bisher ausschließlich klassisches SEO betreibt, deckt bestenfalls einen Teil der Sichtbarkeit ab, die heute zählt.

Ehrlich gesagt: Eine einzelne Branchenstudie ersetzt keine Analyse der eigenen Marke. Wo genau dein Unternehmen aktuell in ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews auftaucht – oder eben nicht –, lässt sich nur mit einer eigenen Erhebung wirklich beantworten. Aber als Ausgangspunkt, um zu verstehen, wo man ansetzen sollte, ist die Studie sehr brauchbar.

Häufig gestellte Fragen

Reicht klassisches SEO nicht mehr aus?

Klassisches SEO bleibt wichtig, weil Domain-Autorität und Backlinks weiterhin eine Rolle spielen [blinq]. Es kommt aber ein zweites Spielfeld dazu: wie deine Inhalte und dein Ruf in Bewertungsportalen, Foren und Wissensdatenbanken aussehen.

Muss ich jetzt auf Reddit aktiv werden?

Nicht zwingend als Unternehmen selbst – aber es lohnt sich zu wissen, was über dich dort und in Fachforen diskutiert wird, weil KI-Systeme diese Diskussionen auswerten.

Gilt das auch für kleine, lokale Unternehmen?

Ja. Gerade weil Bewertungsplattformen und Wikidata-Einträge auch für kleinere Betriebe zugänglich sind, ist das kein Thema, das nur große Marken betrifft.

Wenn du dir unsicher bist, wo dein Unternehmen aktuell in ChatGPT & Co. auftaucht und was sich mit vertretbarem Aufwand verbessern lässt, schau dir gerne meine Seite zu KI & Digitalisierung an oder melde dich einfach bei mir. Ich schaue mir das ehrlich an und sage dir, ob und wo sich der Aufwand für dich lohnt.

Quellen

KI-Transparenz: Die Beitragsbilder in diesem Blog werden mit KI generiert, die Texte entstehen in der Regel mit KI-Unterstützung. Jeder Beitrag wird von mir redaktionell geprüft und inhaltlich verantwortet. So arbeite ich mit KI

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Geschrieben von Christoph Purin

Webentwickler & CPWA-zertifizierter Accessibility-Experte aus Vorarlberg. WordPress seit 2005. Jeder Beitrag basiert auf echten Projekten — alles selbst getestet.
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