Fehleridentifikation heißt: Erkennt ein Formular einen Eingabefehler automatisch, muss es das betroffene Feld eindeutig benennen und den Fehler in Textform beschreiben. Das fordert das WCAG-Erfolgskriterium 3.3.1 Fehlererkennung (Stufe A). Eine reine Farbmarkierung wie ein rotes Feld reicht nicht aus.
Was eine gute Fehlermeldung leistet
Stell dir vor, jemand vergisst die E-Mail-Adresse. Eine schlechte Meldung sagt nur „Fehler“. Eine gute Meldung sagt: „Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.“ und nennt das Feld. So verstehen auch Nutzer mit Screenreader oder kognitiven Einschränkungen, was zu tun ist. Der Fehler muss also benannt und beschrieben werden, nicht nur signalisiert.
So machst du es richtig
- Fehler in Textform ausgeben, nicht allein über Farbe oder Icon.
- Das fehlerhafte Feld klar benennen, idealerweise mit Bezug zum Label.
- Fehlermeldungen mit ARIA-Live-Regionen ankündigen, damit Screenreader sie sofort vorlesen.
- Den Fokus auf das erste fehlerhafte Feld setzen.
Eng verbunden sind Formular-Labels: Nur ein klar beschriftetes Feld lässt sich in der Fehlermeldung sinnvoll benennen. Auf Stufe AA kommen Korrekturvorschläge (SC 3.3.3) hinzu. Das Thema gehört zum POUR-Prinzip der Verständlichkeit und betrifft direkt die kognitive Barrierefreiheit.
In WordPress lohnt ein Blick in dein Formular-Plugin: Viele zeigen Fehler nur farblich. Prüfe, ob jede Fehlermeldung als Text erscheint und mit dem Feld verknüpft ist.