Lighthouse ist ein quelloffenes Audit-Werkzeug von Google, das fest in den Chrome-DevTools steckt. Neben Performance und SEO enthält es einen eigenen Accessibility-Audit. Der prüft deine Seite automatisch und gibt einen Score von 0 bis 100 aus.
Wofür du es nutzt
Lighthouse ist ohne Installation sofort verfügbar: DevTools öffnen, Tab „Lighthouse“ wählen, Audit starten. Im Hintergrund nutzt der Accessibility-Check die axe-Engine von Deque. Der Score ist ein gewichteter Durchschnitt der einzelnen Prüfungen, gewichtet nach der Nutzer-Auswirkung aus den axe-Bewertungen. Jede Einzelprüfung gilt als bestanden oder nicht – Teilpunkte gibt es nicht. Gut geeignet ist Lighthouse für:
- einen schnellen Überblick über technische Probleme,
- fehlende Alt-Texte oder schwachen Kontrast,
- regelmäßige Checks während der Entwicklung.
Praktisch ist, dass du Lighthouse auch über die Kommandozeile oder in einer CI-Pipeline laufen lassen kannst. So fällt ein Absinken des Scores sofort auf, sobald jemand ungeprüften Code einspielt. Für eine reine Einschätzung im Alltag genügt aber der eingebaute Tab in den DevTools.
Grenzen
Ein Score von 100 bedeutet nicht, dass deine Seite barrierefrei ist. Google weist selbst darauf hin, dass viele Aspekte zusätzlich manuell geprüft werden müssen. Lighthouse testet nur, was sich automatisch messen lässt – also den Teil, den auch axe abdeckt. Ob ein Alt-Text sinnvoll ist, die Tastaturbedienung rund läuft oder ein Screenreader alles versteht, bleibt deine Aufgabe. Ein guter Score schließt grobe Schnitzer aus, ersetzt aber keine echte Prüfung mit assistiver Technik. Behandle den Score als Frühwarnsystem, nicht als Konformitätsnachweis. Für die formale Prüfung brauchst du manuelle Tests.