Der Alternativtext (Alt-Text) ist eine Textbeschreibung für ein Bild. Du hinterlegst ihn im alt-Attribut des <img>-Elements. Kann jemand das Bild nicht sehen, liest der Screenreader stattdessen diesen Text vor. Der Alt-Text erfüllt das WCAG-Erfolgskriterium 1.1.1 (Nicht-Text-Inhalte) und ist eine der wichtigsten Maßnahmen für Barrierefreiheit überhaupt.
Wie du guten Alt-Text schreibst
Beschreibe die Funktion und den Inhalt, nicht das Offensichtliche. Frag dich: Was würde verloren gehen, wenn das Bild fehlt?
- Kurz und präzise, in der Regel ein Satz. Kein Roman.
- Kein „Bild von“ oder „Grafik“ am Anfang – das ergänzt der Screenreader selbst.
- Ist das Bild ein Link, beschreibt der Alt-Text das Linkziel, nicht das Motiv.
- Steht die Information schon im umliegenden Text, vermeide Doppelungen.
Dekorative Bilder
Reine Schmuckbilder ohne Informationswert bekommen ein leeres Attribut: alt="". So überspringt der Screenreader sie. Lass das Attribut nie ganz weg – dann liest manche Software den Dateinamen vor, was niemandem hilft.
In WordPress trägst du den Alt-Text direkt in der Mediathek ein. Achtung: Das Feld „Beschriftung“ oder „Titel“ ist nicht der Alt-Text. Pflege das richtige Feld, sonst bleibt das Bild für assistive Technologie stumm. Der Alt-Text wird oft mit dem Accessible Name verwechselt – bei Bildern liefert er genau diesen. Für komplexe Grafiken oder Diagramme reicht ein kurzer Alt-Text nicht; dort brauchst du eine ausführliche Beschreibung im Text oder einen Transkript-ähnlichen Zusatz. Sauber gepflegte Alt-Texte helfen nebenbei auch deinem SEO. Mehr dazu im Ratgeber WordPress barrierefrei machen.