Textvergrößerung bedeutet: Nutzer können den Text auf einer Website auf bis zu 200 Prozent vergrößern, ohne dass Inhalt oder Funktion verloren gehen. Das fordert das WCAG-Erfolgskriterium 1.4.4 Text vergrößern (Stufe AA). Menschen mit eingeschränktem Sehen brauchen größere Schrift, um deine Seite überhaupt nutzen zu können.
Warum das wichtig ist
Viele Nutzer stellen die Schriftgröße im Browser hoch oder zoomen mit Strg/Cmd und Plus. Bricht dabei dein Layout, überlappen Texte oder verschwinden Buttons, ist die Seite unbrauchbar. WCAG verlangt: Bei 200 Prozent muss alles lesbar und bedienbar bleiben. Das schließt Hilfsmittel des Browsers ein, eine separate Zoom-Funktion auf der Seite ist nicht nötig.
So setzt du es um
- Schriftgrößen in relativen Einheiten angeben (rem, em), nicht in festen Pixeln.
- Container mit flexibler Höhe bauen, damit Text nicht abgeschnitten wird.
- Kein
maximum-scaleoderuser-scalable=noim Viewport-Meta-Tag. - Mit 200 Prozent Zoom testen, ob Navigation und Formulare noch funktionieren.
Eng verwandt ist das Thema Reflow: Bei starkem Zoom soll der Inhalt umbrechen, statt horizontal zu scrollen. Beide Kriterien gehören zur guten Bedienbarkeit und zum POUR-Prinzip der Wahrnehmbarkeit. Auch der Farbkontrast bleibt bei vergrößertem Text relevant.
In WordPress mit Bricks Builder stellst du Schriftgrößen am besten über globale CSS-Variablen in rem ein. So skaliert deine ganze Seite sauber mit. Mehr dazu in unserem Ratgeber WordPress barrierefrei machen.