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WordPress 7.1 ist da: Das hat sich zum Release wirklich geändert

Veröffentlicht: 20. August 2026
Am 19. August 2026, zum Abschluss der WordCamp US in Phoenix, ist WordPress 7.1 offiziell erschienen. Ich hatte hier schon vor dem Release über die geplanten Neuerungen geschrieben – inzwischen ist die finale Version da, und ein paar Dinge sind anders gelaufen als im Juni/Juli noch geplant. Das Wichtigste im Überblick, mit Fokus auf das,…

Am 19. August 2026, zum Abschluss der WordCamp US in Phoenix, ist WordPress 7.1 offiziell erschienen. Ich hatte hier schon vor dem Release über die geplanten Neuerungen geschrieben – inzwischen ist die finale Version da, und ein paar Dinge sind anders gelaufen als im Juni/Juli noch geplant. Das Wichtigste im Überblick, mit Fokus auf das, was für den Alltag auf deiner Website tatsächlich relevant ist.

Die wichtigste Korrektur zuerst: Kein React 19 in 7.1

Ein Punkt vorweg, weil er in vielen frühen Ankündigungen (auch in meinem eigenen Artikel von Anfang August) noch anders stand: Der Umstieg des Editors auf React 19 ist NICHT Teil von WordPress 7.1 geworden. Das Core-Team hatte die Umstellung Ende Juli offiziell verschoben, nachdem ein Test in Gutenberg 23.3.0 zeigte, dass zahlreiche Plugins mit eigenem React-Bundling abstürzten [make.wordpress.org, 24.07.2026]. WordPress 7.1 läuft also weiterhin auf React 18.3 – React 19 bleibt vorerst ein optionales Experiment im Gutenberg-Plugin, das Entwickler:innen freiwillig aktivieren können, um ihre Blocks vorab zu testen.

Wer solche Fehlinformationen aus früheren „Was kommt“-Artikeln übernommen hat (mich eingeschlossen): einfach ignorieren. Passiert, wenn man über einen Release schreibt, bevor er fertig ist.

Was stattdessen wirklich betroffen ist: der Editor läuft jetzt immer im iframe

Praktisch relevanter als die React-Frage ist eine andere Umstellung, die tatsächlich gekommen ist: Der Post-Editor läuft ab 7.1 ausnahmslos in einem iframe – unabhängig vom Theme-Typ und unabhängig davon, ob ein Block noch die alte Block API Version 2 oder früher nutzt [make.wordpress.org, 03.08.2026]. Bisher gab es dafür noch einen Rückfallmodus. Der fällt jetzt weg.

Für dich heißt das: Individuelle Blocks, die noch auf Block API v2 oder älter basieren, sollten auf Version 3 aktualisiert werden. Betroffen sind vor allem selbst entwickelte oder sehr alte Custom Blocks – Standard-Plugins aus dem WordPress-Verzeichnis sind in der Regel längst umgestellt. Wenn deine Seite seit Jahren dieselben Blocks nutzt und niemand mehr aktiv daran entwickelt, lohnt sich vor dem Update ein kurzer Test in einer Staging-Umgebung.

Die neuen Blocks: Tabs und Playlist

WordPress bekommt zwei neue native Blocks, für die man bisher meist ein Plugin gebraucht hat:

  • Tabs-Block: Inhalte in klickbare Reiter aufteilen, statt alles auf einmal zu zeigen – nützlich für FAQ-Bereiche, Produktdetails oder Leistungsseiten mit viel Text.
  • Playlist-Block: Eine Sammlung von Audiodateien direkt im Beitrag, wahlweise mit Wellenform-Visualisierung. Für Podcast- oder Musik-Inhalte fällt damit ein Grund weg, extra ein Plugin zu installieren.

Medien: neuer Bildeditor, HEIC-Support, unterbrechbare Uploads

Die Medienverwaltung bekommt einen überarbeiteten Bildeditor als Modal sowie clientseitige Verarbeitung von HEIC- und AVIF-Dateien – Formate, die viele Smartphones inzwischen standardmäßig nutzen und die WordPress bisher nicht direkt annehmen konnte. Außerdem pausieren Uploads jetzt bei Verbindungsabbruch automatisch und setzen sich fort, sobald die Verbindung wieder steht, statt einfach abzubrechen.

Site Editor: responsives Styling und Hover-Zustände ohne Custom-CSS

Im Site Editor lassen sich jetzt direkt Styles pro Endgerät (Desktop/Tablet/Mobile) sowie Zustände wie Hover, Focus und Active setzen – ohne eigenes CSS. Das ist vor allem für alle interessant, die bisher für jede kleine responsive Anpassung ein Snippet oder ein zusätzliches Plugin gebraucht haben.

Zusammenarbeit: Notes mit Vorschlagsmodus, @mentions, Emoji-Reaktionen

Die mit 7.0 eingeführte Notes-Funktion wird ausgebaut: Vorschlagsmodus, @mentions für Kolleg:innen, Rich-Text-Formatierung, mehrere parallele Diskussionsfäden und Emoji-Reaktionen. Für Redaktionsteams, die asynchron an Inhalten arbeiten, ist das ein echter Fortschritt gegenüber einfachen Kommentaren.

Und der Classic Block bleibt

Ein Punkt, der schon im Juli entschieden wurde, aber zur Einordnung dazugehört: Die geplante Abschaffung des Classic Blocks wurde am 7. Juli 2026 offiziell zurückgenommen. Wer alte Inhalte noch damit pflegt, muss also nicht migrieren.

Was du jetzt tun solltest

Meine Faustregel bei Major-Releases bleibt unverändert: Auf Seiten, die ich betreue, warte ich in der Regel ein paar Tage bis zum ersten Bugfix-Release (7.1.1), bevor ich produktiv aktualisiere. Die ersten Tage nach so einem Release zeigen erfahrungsgemäß am schnellsten, wo es noch hakt. Konkret für WordPress 7.1 würde ich das hier vorher prüfen:

  1. Läuft dein Theme oder laufen individuelle Custom Blocks noch auf einer alten Block-API-Version? Falls ja: vor dem Update auf einer Staging-Kopie testen.
  2. Nutzt du Page-Builder oder Plugins, die tief in den Editor eingreifen? Kurzer Blick in deren Changelog, ob 7.1-Kompatibilität bestätigt ist.
  3. Ein aktuelles Backup ist – wie bei jedem Major-Update – das Minimum, nicht die Ausnahme.

FAQ

Ist WordPress 7.1 schon offiziell verfügbar?

Ja, seit 19. August 2026, veröffentlicht zum Abschluss der WordCamp US in Phoenix.

Muss ich wegen React 19 etwas tun?

Nein, aktuell nicht. Der Umstieg wurde verschoben und ist in 7.1 nicht enthalten. Relevanter ist die jetzt erzwungene iframe-Darstellung des Editors für alle Themes.

Betrifft mich die iframe-Umstellung?

Nur, wenn du individuelle Blocks mit einer alten Block-API-Version nutzt. Standard-Themes und aktuelle Plugins aus dem WordPress-Verzeichnis sind in der Regel längst kompatibel.

Sollte ich sofort updaten?

Bei einem sicherheitsrelevanten Update: ja, zeitnah. Bei einem reinen Feature-Release wie 7.1 spricht nichts dagegen, ein paar Tage bis zum ersten Bugfix-Release zu warten – solange du keine kritischen Sicherheitslücken verpasst.

Ich spiele WordPress 7.1 bei meinen Wartungskunden in den nächsten Tagen kontrolliert ein, nicht blind am Release-Tag selbst. Wenn du unsicher bist, ob deine Seite (oder dein Plugin-Stack) bereit ist, schau dir gern meine WordPress-Wartung an oder schreib mir kurz.

Quellen

KI-Transparenz: Die Beitragsbilder in diesem Blog werden mit KI generiert, die Texte entstehen in der Regel mit KI-Unterstützung. Jeder Beitrag wird von mir redaktionell geprüft und inhaltlich verantwortet. So arbeite ich mit KI

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Geschrieben von Christoph Purin

Webentwickler und zertifizierter Web Accessibility Expert aus Vorarlberg. WordPress seit 2005. Jeder Beitrag basiert auf echten Projekten — alles selbst getestet.
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