Wer eine WordPress-Seite ohne klassisches Programmieren bauen will, landet schnell bei einem Page Builder. Die beiden meistdiskutierten heißen Elementor und Bricks. Beide erreichen dasselbe Ziel – eine fertige Website – aber mit unterschiedlicher Philosophie. Welcher für dich passt, hängt davon ab, wer baut und worauf es ankommt.
Ich arbeite selbst überwiegend mit Bricks und sage dir gleich, warum. Trotzdem bekommst du hier einen fairen Vergleich, nicht eine einseitige Lobeshymne. Denn die ehrliche Antwort lautet: Es gibt kein „besser“, es gibt ein „besser für wen“.
Der grundlegende Unterschied
Elementor ist auf Zugänglichkeit ausgelegt. Es will, dass möglichst jeder ohne Vorwissen loslegen kann, hat eine riesige Nutzergemeinde, unzählige Vorlagen und eine kostenlose Einstiegsversion. Das macht es zum Klassiker für Einsteiger.
Bricks ist auf Kontrolle und sauberen Output ausgelegt. Es richtet sich an fortgeschrittene Nutzer und Entwickler, die wissen, was sie tun, und dafür schlankeren Code und mehr Gestaltungsfreiheit bekommen. Eine kostenlose Version gibt es nicht.
Code-Qualität und Performance
Hier liegt für mich der entscheidende Punkt. Bricks erzeugt deutlich schlankeren Code als Elementor. Weniger überflüssiges Markup heißt schnellere Ladezeiten und bessere Werte bei Tools wie PageSpeed Insights. In Vergleichen erreichen mit Bricks gebaute Seiten regelmäßig sehr hohe Performance-Werte schon ohne aggressive Optimierung, während Elementor ohne gutes Caching und Tuning oft schwerer aus den Startlöchern kommt.
Das ist kein Detail für Technik-Nerds. Ladezeit beeinflusst, wie viele Besucher bleiben, und sie ist ein Ranking-Faktor bei Google. Schlanker Code ist außerdem die bessere Basis für Barrierefreiheit – ein Thema, das heute für viele Pflicht ist.
Bedienung und Lernkurve
Elementor ist leichter zugänglich. Die Oberfläche ist einsteigerfreundlich, es gibt für fast alles ein Tutorial und eine fertige Vorlage. Wer ohne Vorwissen eine Seite zusammenstellen will, kommt hier schneller zu einem Ergebnis.
Bricks verlangt etwas mehr. Es ist kein „Installieren und sofort loslegen ohne Nachdenken“-Werkzeug. Wer ein Grundverständnis von HTML-Struktur und Webdesign mitbringt, wird mit der Logik und der Geschwindigkeit belohnt. Wer das nicht hat, kann sich am Anfang überfordert fühlen.
Preise im Überblick
Stand 2026, ohne Gewähr auf tagesaktuelle Konditionen – Preise können sich ändern:
Elementor bietet eine kostenlose Version und eine Pro-Variante im Abo, die für eine einzelne Seite im niedrigen zweistelligen bis mittleren Bereich pro Jahr startet und mit der Zahl der Websites steigt.
Bricks wird einmalig pro Lizenz verkauft, mit einer Option auf eine unbegrenzte Lifetime-Lizenz. Der Einstieg ist höher als bei Elementors günstigstem Plan, aber es ist eine Einmalzahlung statt eines laufenden Abos.
Für ein einzelnes Projekt kann Elementor günstiger sein. Wer mehrere Seiten betreut, fährt mit der Bricks-Lifetime-Lizenz über die Jahre oft günstiger.
Für wen sich was eignet
Elementor ist eine gute Wahl, wenn du selbst ohne technisches Vorwissen baust, eine große Community und viele Vorlagen schätzt und mit etwas mehr Code-Ballast leben kannst.
Bricks ist die bessere Wahl, wenn Performance, sauberer Code und Barrierefreiheit zählen, wenn ein Profi baut und wenn die Seite langfristig schnell und wartbar bleiben soll. Genau deshalb ist es mein Werkzeug der Wahl für Kundenprojekte.
Mein Fazit
Für den ambitionierten Selbermacher, der eine einfache Seite bauen will, ist Elementor ein sinnvoller Startpunkt. Für eine professionelle Unternehmensseite, die schnell, sauber und zukunftssicher sein soll, baue ich mit Bricks – weil das, was man dem Besucher nicht zeigt (der Code darunter), am Ende über Tempo, Ranking und Wartbarkeit entscheidet.
FAQ
Kann ich später von Elementor zu Bricks wechseln?
Ein Wechsel des Page Builders bedeutet in der Regel einen Neuaufbau der Seiten, weil die Inhalte in unterschiedlichen Strukturen gespeichert werden. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an die richtige Wahl zu treffen.
Ist ein Page Builder überhaupt nötig?
Nicht zwingend. Für manche Projekte ist der native Block-Editor von WordPress die schlankste Lösung. Ein Page Builder lohnt sich, wenn du viel gestalterische Kontrolle ohne klassisches Coding brauchst.
Macht der Page Builder meine Seite langsam?
Kann er. Genau hier unterscheiden sich die Werkzeuge. Schlanke Builder wie Bricks belasten die Seite weniger, schwerere Builder brauchen mehr Optimierung, um schnell zu sein.
Welcher ist besser für Barrierefreiheit?
Entscheidend ist weniger das Werkzeug als der, der damit baut. Aber sauberer, schlanker Code als Ausgangsbasis macht barrierefreies Arbeiten leichter – ein Pluspunkt für Bricks.
Dein nächster Schritt
Du bist unsicher, welche Basis für dein Projekt die richtige ist? Lass uns kurz sprechen. Ich schaue mir an, was du vorhast, und empfehle dir ehrlich die passende Lösung – auch wenn das mal nicht das teuerste Werkzeug ist. Hier geht’s zur Anfrage.
