Versand ist der Punkt, an dem viele Shops Geld verlieren oder Kunden vergraulen. Falsche Zonen, vergessene Steuer auf Versandkosten, unklare Lieferländer. Mit einer sauberen Struktur in WooCommerce und Germanized lässt sich das in den Griff bekommen.
Versandzonen statt Chaos
WooCommerce arbeitet mit Versandzonen. Leg dir eine klare Struktur an, statt alles in einen Topf zu werfen:
- Zone Österreich
- Zone Deutschland
- Zone restliche EU
- optional Zone weltweit oder bewusst kein Versand dorthin
Jeder Zone weist du eigene Versandarten und Preise zu. So zahlt der Kunde in Österreich nicht denselben Satz wie der Kunde in Finnland.
Steuer auf Versandkosten
Versandkosten sind nicht steuerfrei. In Österreich und Deutschland gilt die anteilige Steuerberechnung: Enthält der Warenkorb Produkte mit unterschiedlichen Steuersätzen, wird die Steuer auf den Versand anteilig aufgeteilt. Germanized und German Market bringen diese Split-Tax-Berechnung mit, damit du das nicht von Hand machst.
Das OSS-Verfahren bei EU-Versand
Verkaufst du an Privatkunden in anderen EU-Ländern, greift ab einem EU-weiten Schwellenwert von 10.000 Euro das One-Stop-Shop-Verfahren. Dann schuldest du die Umsatzsteuer des Bestimmungslandes und meldest sie gesammelt über OSS. Germanized unterstützt dich dabei mit den passenden Steuereinstellungen je Land.
Hinweis: Als Kleinunternehmer gelten für dich andere Regeln, die Kleinunternehmerbefreiung hat hier Vorrang. Prüf deine Situation im Zweifel mit der Steuerberatung.
Lieferländer klar kommunizieren
Sag im Shop deutlich, wohin du lieferst. Beschränk die erlaubten Länder im Checkout auf das, was du wirklich versendest. Das spart dir Bestellungen, die du nachher stornieren musst.
Tipp: Kombinier die Versandzonen mit den länderabhängigen Lieferzeiten aus Germanized. Dann passt nicht nur der Preis, sondern auch die kommunizierte Lieferzeit zum Zielland.
Dieser Beitrag ist eine technische Anleitung und ersetzt keine Steuerberatung.
