Screenreader-Nutzer lassen sich oft alle Links einer Seite vorlesen. Steht da zehnmal „hier klicken“ oder „mehr“, ist das nutzlos. Gute Orientierung entscheidet, ob sich jemand auf deiner Seite zurechtfindet.
Worauf es ankommt
- Linktexte (WCAG 2.4.4): Der Linktext muss allein verständlich machen, wohin er führt — kein „hier“, „mehr“ oder „weiterlesen“ ohne Kontext.
- Seitensprache (3.1.1): Das lang-Attribut der Seite ist gesetzt (z.B. lang=“de“), damit Screenreader korrekt aussprechen.
- Bypass & Landmarks (2.4.1): Ein „Zum Inhalt springen“-Link und semantische Bereiche (header, nav, main, footer) erlauben schnelles Navigieren.
So prüfst du es
- Lies nur die Linktexte: Ist jeder für sich verständlich?
- Drücke auf einer frischen Seite Tab: Erscheint zuerst ein „Zum Inhalt springen“-Link?
- Prüfe im Quelltext das lang-Attribut und die Landmark-Elemente.
Häufige Fehler
- „Hier klicken“ und „mehr“ ohne Kontext.
- Fehlendes oder falsches lang-Attribut.
- Kein Skip-Link, alles in div-Elementen statt semantischen Landmarks.
Kurz gesagt
Sprechende Linktexte, gesetzte Seitensprache, Skip-Link und Landmarks — damit finden sich alle zurecht.
Du willst wissen, wo deine Seite steht? Im Barrierefreiheits-Audit prüfe ich genau das nach WCAG 2.2 AA.
